Schlafrestriktion

Schlafrestriktion

Die Schlafrestriktion greift direkt in das Mißverhältnis zwischen tatsächlicher Schlafdauer und der insgesamt im Bett verbrachten Zeit ein. Bei den meisten chronisch schlafgestörten Patienten klafft diese Schere weit auseinander.

Schlafgestörte liegen häufig lange im Bett um genügend Schlaf zu bekommen, haben aber das Gefühl, insgesamt nur wenige Stunden zu schlafen. Mit der Schlafrestriktion wird zunächst auf eine Verbesserung der Schlafkontinuität abgezielt, da die Schlaferholsamkeit einer zusammenhängenden Kurzschlafphase größer ist, als die einer zerstückelten, über mehrere Stunden verteilten, insgesamt aber gleichlangen Schlafdauer. Hier gilt das vor allem die Devise, nicht zu lange im Bett zu verweilen, denn weniger ist mehr. Durch die Verkürzung der im Bett verbrachten Zeit wird mit der Schlafrestriktion der Teufelskreislauf der Schlafstörung in mehrfacher Hinsicht durchbrochen:

Die Einschränkung der Liegezeit führt zu einem teilweisen Schlafentzugseffekt. Der dadurch hervorgerufene Schlafdruck bewirkt in der Folge ein schnelleres Ein- und Wiedereinschlafen, einen Rückgang der Aufwachhäufigkeit und eine Zunahme der Tiefschlafanteile. Nicht eindeutig als "Wach", "Dösen" oder "Leichtschlaf" definierte Zeiten in der Nacht werden zunehmend als Schlafzustand wahrgenommen. Die Verschreibung fester Zubettgeh- und Aufstehzeiten ermöglicht die Re-Synchronisation der biologischen Rhythmen, die dem Schlaf-Wach-Rhythmus zugrundeliegen.

Die Beschränkung der im Bett verbrachten Zeit führt automatisch zu einer Verringerung entsprechender Wachliegezeiten. Wie bei der Stimulus-Kontrolle wird hierdurch die entsprechende Assoziation zwischen "Bett" und "Schlaflosigkeit" abgebaut und somit dem Teufelskreislauf die Nahrung entzogen. Die Erfahrung des Patienten, dass sich im Laufe der Therapie seine Schlafstörungen verringern, verringert auch sein Gefühl, dass er der Schlafstörung hilflos ausgeliefert ist und diese nicht kontrollieren kann. Dieses verbesserte Selbstkontrollvermögen ist vor allem für die Zeit nach der Therapie wichtig, wenn es aus anderen Gründen zu einem Wiederaufflammen von Schlafstörungen kommt.

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Broschiert: 191 Seiten
Verlag: Hogrefe Verlag; Auflage: 1 (26. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3801722929
ISBN-13: 978-3801722920

Schlafen Sie gut!

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Schlafen Sie gut!: Ihr Schlafprogramm für aufgeweckte Tage und erholsame Nächte

Gute Nacht! Kennen auch Sie den ständigen Blick auf den Wecker und das quälende Gefühl, wenn Stunde um Stunde schlaflos vergeht oder Sie immer wieder aufwachen? Einschlaf- und Durchschlafstörungen sind weit verbreitet. Schlafexpertin Frau Prof. Dr. Kneginja Richter weiß das nur zu gut aus der täglichen Praxis ihrer Nürnberger Schlafambulanz. Erfahren Sie in diesem Buch: - Schlafstörungen: Was steckt hinter Schlafstörungen? Entlarven Sie Ihre individuellen Schlafräuber. - Schlafqualität: Verändern Sie Ihre Schlafhygiene. Mit Entspannungstechniken, Bewegung und einer schlaffreundlichen Ernährung bringen Sie Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus wieder in Balance. - Schlafrestriktions-Programm: Durch schrittweisen Schlafentzug können Sie es in nur sechs Wochen zu einem besseren Schlaf schaffen. Prof. Dr. med. Kneginja Richter lehrt an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und leitet die Schlafambulanz an der Uniklinik Nürnberg, dort berät, untersucht und behandelt sie jeden Tag bis zu 20 Patienten, die unter verschiedensten Schlafstörungen leiden. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Schlafstörungen und Schlaflosigkeit. "Wer unter Einschlaf- oder Durchschlafstörungen leidet weiß, wie sehr die durchwachten Nächte die körperliche und psychische Gesundheit beeinträchtigen können. Dieses Buch hilft Ihnen dabei, Ihren persönlichen Weg zu mehr Schlafqualität zu finden."

Broschiert: 128 Seiten
Verlag: TRIAS; Auflage: 1 (19. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3830482256
ISBN-13: 978-3830482253