Schlafseminare

Schlafkurse

Menschen, die schlecht schlafen, sind tagsüber unausgeruht, weniger leistungsfähig, oft unkonzentriert und anfällig für Krankheit. Häufig spielt der Umgang mit Belastungen am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld eine maßgebliche Rolle.

Schlafkurse und ärztlich angeleitetes Schlafcoaching in Einzel- und Gruppenseminaren

Im Kurs erfahren Sie Wissenswertes über Schlafphasen und den natürlichen Schlafverlauf. Entdecken Sie Zusammenhänge zwischen Denk- und Verhaltensweisen einerseits und Schlafqualität andererseits. Lernen Sie mit PEP eine innovative Methode kennen, die sowohl auf physischer als auch auf mentaler Ebene wirksam ist.

Unser Angebot richtet sich an Menschen, die sich erholsameren Schlaf wünschen, um tagsüber ausgeruht und leistungsfähig zu sein.

Kurs-Leitung:
Dr. med Barbara Holzbaur, www.dr-holzbaur.de

Beruflicher Werdegang:
Medizinstudium und Promotion an der Freien Universität Berlin
Assistenzärztin an der Universitätsklinik Tübingen, Bereich Innere Medizin

Unterrichtstätigkeit:
Schule für Ergotherapie, Stuttgart

Abgeschlossene Fort- und Zusatzausbildungen:
- „Meister der Akupunktur“ (DAEGfA)
- Orthobionomy® (DGOB)
- „Medizinische Hypnose“ (MEG)
- PEP® (nach Dr. Bohne)

Fortbildung „Tiefenpsychologie nach C.G. Jung“
Regelmäßige Fortbildungen, Kongressteilnahmen und Intervisionen
Fortbildungszertifikat der Ärztekammer 2009, 2014
Mitglied im Netzwerk "Sindelfinger Schlafschule"
Mitgliedschaft ZAEN, Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.
Seit 2001 in eigener privatärztlicher Praxis tätig
Ehrenamtliche Mitarbeit bei „MedMobil“ (medizinische Hilfe für Wohnungslose und Menschen in prekären Lebenssituationen)

Kognitive Verhaltenstherapie

Die nichtpharmazeutische Therapie, insbesondere die Kognitive Verhaltenstherapie, steht bei nichtorganischen Ein- und Durchschlafstörungen (z.B. psychophysiologischer Insomnie) an erster Stelle - zusammen mit effektiven Maßnahmen der Schlafhygiene und weitweren Therapieangeboten. Das wird in der S3-Leitlinie "Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen Kapitel „Insomnie bei Erwachsenen“ (AWMF Registernummer 063-003), Update 2016 der DGSM ausführlich beschrieben: "Im Jahr 2009 wurde von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) die S3- Leitlinie „Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen“ veröffentlicht. Inzwischen hat schlafmedizinisches Wissen in Diagnostik und Therapie so an Umfang zugenommen, dass der Vorstand der DGSM beschlossen hat, Updates der Leitlinie in Teilkapiteln vorzunehmen. Für das Gebiet der Insomnien bei Erwachsenen wurde Prof. Dr. Dieter Riemann vom DGSM-Vorstand beauftragt, federführend zusammen mit der DGSM und weiteren Experten auf dem Gebiet ein Update auf S3-Leitlinienniveau zu erarbeiten."

Zum direkten Download der kompletten Leitlinie.

Glücklich schlafen - Einfluss positiver Kognitionen auf die Schlafqualität und das Wohlbefinden. Das zeigen aktuelle Forschungsergebnisse zu positiv psychologischen Interventionen auf. Der Ansatz der positiven Psychologie bietet eine Erweiterung der bisherigen Interventionsmöglichkeiten. Die positive Psychologie, welche sich mit der Erforschung der Bedingungen und Prozesse beschäftigt, die zu „flourishing“ (dem Aufblühen) oder dem optimalen Funktionieren von Personen, Gruppen oder Institutionen führen, kann gerade hinsichtlich des Schlafes interessant sein. Eines der größten Forschungsgebiete der positiven Psychologie stellt das Wohlbefinden dar.

Obwohl es bisher wenige Forschungsergebnisse im Bereich positiver Psychologie und Schlaf gibt, konnten einige Studien bereits deutliche Zusammenhänge aufzeigen. Studien zeigen auf, dass ein positiver Affekt und ein höheres Wohlbefinden mit weniger Schlafproblemen einhergehen. Dargestellt wurde dabei, dass positive Gedanken kurz vor dem Einschlafen (Pre-sleep-cognitions) zu einer besseren Schlafqualität führen, während negative Kognitionen eher zu einem schlechteren Schlaf beitragen. Eine durchgeführte Studie ergab einen langfristigen Effekt kognitivpositiver Interventionen auf das Wohlbefinden sowie eine Abnahme depressiver Symptomatik. In einer Stichprobe von 577 Teilnehmern konnten Seligman et al. zeigen, dass die Übung „Three good things in life“ (Drei gute Dinge im Leben/Drei glückliche Momente) das Wohlbefinden langfristig für sechs Monate verbesserte. Die Teilnehmer wurden dabei aufgefordert, sieben Tage lang jeden Abend drei Momente aufzuschreiben, die im Verlauf des Tages positiv erinnert werden konnten, sowie sich kausale Erklärungen dafür zu überlegen.

Der große Vorteil einer positiv-psychologischen Intervention wie Drei glückliche Momente besteht weiterhin in der Einfachheit ihrer Anwendung und ihrer Integrierbarkeit in den Alltag. So bleibt ihre Erforschung, selbst bei nur kleinen Effektstärken, relevant.

Quelle: Fachzeitschrift Somnologie
Springer Verlag